ARCHitekturpreise

Die vom Berliner Büro des Stararchitekten David Chipperfield entworfene Unternehmenszentrale wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

/ ARCHITEKTURPREIS NORDRHEIN-WESTFALEN 2021

Der BDA-Landesverband Nordrhein-Westfalen vergibt alle drei Jahre den „Architekturpreis Nordrhein-Westfalen“. Ziel der Auszeichnung ist es, die Qualität des Planens sowie des Bauens in Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt zu fördern. Die Jacoby Studios haben den Architekturpreis NRW 2021 für die Restaurierung und Umnutzung des ehemaligen Landeshospitals der Vinzentinerinnen zu einer modernen Unternehmenszentrale erhalten.
Begründung der Jury:
„Einen Firmensitz im Bereich einer Altstadt zu planen, ist eine rare Aufgabe. Im Zentrum von Paderborn, zwischen Stadtmauer und Paderquellgebiet, hat das Berliner Büro von David Chipperfield eine überzeugende Lösung dafür gefunden.“

/ NOMINIERUNG MIES VAN DER ROHE Award 2021

Der Mies van der Rohe Award gilt als der renommierteste Architekturpreis der Europäischen Union und wird seit 1988 an außergewöhnliche zeitgenössische Architektur aus Europa vergeben. Seit 2001 ist der Award der offizielle Architekturpreis der EU.

Am 17. August 2020 tagte die Jury und wählte die Jacoby Studios aus insgesamt 22 Vorschlägen als einen der sieben deutschen Finalisten für den Mies van der Rohe Award 2021 aus. Laut Deutschem Architektenblatt wurden Projekte ausgewählt, die eine „sorgfältige Auseinandersetzung mit neuen Typologien zeigen, wertvollen Beständen mit innovativen Konzepten begegnen oder architektonische Experimente mit höchsten ökologischen Ansprüchen verknüpfen.“

 

 

/ PREIS BEIM DB-WETTBERWERB „RESPEKT UND PERSPEKIVE“ BAUEN IM BESTAND 2020

Der von der deutschen Bauzeitung ausgelobte Preis „Respekt und Perspektive“ Bauen im Bestand zeichnet Sanierungen, Umbauten und Erweiterungen aus, bei denen vorbildliche Lösungen umgesetzt wurden, die über technisch etablierte Standards hinausgehen und die zudem durch hervorstechende gestalterische Qualitäten überzeugen. Die Jacoby Studios wurden für den Umbau des ehemaligen Landeshospitals zu einem neuen Firmensitz mit dem Preis geehrt.

Begründung der Jury:
„Beim Umbau einer Klinik zu einem Firmensitz wurden zunächst in einem geradezu bildhauerischen Abriss Reste eines alten Klosters sorgfältig herausgeschält. Dass man sie in den Mittelpunkt der neuen, mehrflügeligen Büroanlage gestellt hat, bezeugt den Respekt vor der Geschichte. Die Kirche wurde dabei beherzt umgedeutet, gleichsam invertiert wie eine umgestülpte Socke: Ohne Dach dient sie jetzt als offener Empfangshof für den Komplex. Sinnfällig überragt sie alle anderen Gebäudeteile und markiert den Eingang. Die modernen Büroflügel sind in ihrer Gestaltung schlüssig aus dem Bestand abgeleitet. In der Logik des Klostergrundrisses legen sie sich um den Kreuzgang – aus Beton errichtet, entwickeln sie die monolithische Qualität des schweren alten Mauerwerks zeitgemäß weiter.“

/ Auszeichnung "Vorbildliche Bauten NRW 2020"

Die Firmenzentrale wurde 2020 im Rahmen des Architekturpreises vorbildlicher Bauten NRW ausgezeichnet. Auslober des Preises sind das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung (MHKGB) des Landes NRW sowie die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW).

Begründung der Jury:
„In der Altstadt Paderborns gelang die Neuinterpretation eines historischen Gebäudekomplexes. Ein Kapuzinessenkloster aus dem 17. Jahrhundert (…) wurde zum Firmensitz eines mittelständischen Familienunternehmens umgebaut. Im Zuge der Umnutzung für die Jacoby Studios wurden die Ergänzungsbauten der Nachkriegszeit zurückgebaut und die historische Bausubstanz des Klosters wieder freigelegt. So entstand eine beindruckende Ruinenstruktur aus Bruchsteinmauerwerk mit dem ehemaligen Kreuzgang des Klosters im Zentrum. Als repräsentatives Eingangsportal verbindet die ehemalige Kapelle die angrenzenden Bürotrakte. Die neuen Gebäudeteile mit edlem Sichtbeton und großzügigen Glaselementen bilden durch ihre moderne Formensprache eine spannende gestalterische Einheit mit dem historischen Kern.
Durch den Erhalt bestehender Bausubstanz wurden Ressourcen geschont. Der durchdachte Einsatz mechanischer Vorrichtungen zur Klimaregulierung im Innenraum ersetzt überzeugend eine Klimaanlage mit hohem Energieverbrauch. Grundlage des nachhaltigen Energiekonzepts ist die Nutzung der lokalen Gegebenheiten, indem das Wasser des direkt angrenzenden Flussarmes der Pader zur Energiegewinnung eingesetzt wird. Zur Kühlung im Sommer werden die Betondecken aktiviert, im Winter wird Wärme über eine Fußbodenheizung zugeführt. (…) Die Jury würdigt die gelungene Revitalisierung des historisch geprägten Standorts und die Verbindung des nachhaltigen Bauens im Bestand mit einem Low Tech-Ansatz.“